Stiftung Energiepark Witznitz unterstützte Neuanlage am Schlosspark Rötha.
Leipzig/Rötha, der 9. September 2026. Der Förderverein Rötha - Gestern.Heute.Morgen. e. V. hat auf dem Gelände des früheren Schlossparks Rötha einen "Erich-Loest-Hain" errichtet. Möglich gemacht wurde dies mit einer Förderung der Stiftung Energiepark Witznitz (SEWI) in Höhe von 5.000 Euro. "Der Erich-Loest-Hain richtet sich an die Bürger Röthas, für welche Erich Loest die Satire ‚Sechs Eichen bei Rötha‘ geschrieben hat. Damit hat er der Stadt ein kleines literarisches Denkmal gesetzt", sagt Holger Rosenheinrich, Vorstandsvorsitzender der SEWI. "Mit dem Erich-Loest-Hain wird die Erzählung stärker in die Gesellschaft hineingetragen - und zugleich erfährt Erich Loest eine Ehrung zu seinem zurückliegenden 100. Geburtstag am 24. Februar 2026", so Rosenheinrich weiter. Die feierliche Übergabe des Erich-Loest-Hains erfolgt am Sonntag, den 13. September 2026 zum Tag des offenen Denkmals (14.00 Uhr | im Schlosspark Rötha, am Denkmal).
"Die Satire und das Buch ehren unsere Stadt. Mit dem Erich-Loest-Hain nimmt Rötha diese Ehre öffentlich an und spiegelt sie zurück auf Erich Loest. Rötha ist dankbar für die Erzählung und das Buch mit dem gleichlautenden Titel. Mit diesem Hain präsentiert die Stadt dieses tolle Erbe", erläutert Uwe Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Rötha - Gestern.Heute.Morgen. e. V. die Beweggründe für die Errichtung eines solchen Hains. Die Erzählung "Sechs Eichen bei Rötha" hatte Erich Loest im Rahmen des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig 2013 veröffentlicht. Die Gedenkveranstaltung zum 200. Jahrestag hatten damals die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig, bis 2024 Treuhänderin der SEWI, und der Förderverein Rötha gemeinsam durchgeführt (mehr dazu hier).
Der Erich-Loest-Hain wurde im südlichen Bereich des Schlossparks - im Bereich der Schlosswiese - als Verbindungsraum zwischen dem historischen Baumbestand und dem Neubau am Standort des ehemaligen Schlosses der für die Region bedeutsamen Familie von Friesen errichtet. Das Schloss selbst war 1969 gesprengt worden. Zum Hain gehören eine Eiche, sechs Stelen in Buchform mit Illustrationen von Schülern der Oberschule Böhlen zu Loests Satire, die Erich-Loest-Stele sowie ein Tulpenbeet mit 3.000 Blumen. Außerdem wurden zwei Bänke aufgestellt: davon eine "klassische" und ein Sitzstein aus Sandstein vom ehemaligen Schloss.
Kontakt
Förderverein Rötha - Gestern.Heute.Morgen. e. V.
Johann-Sebastian-Bach-Platz 7 | 04571 Rötha
Vorsitzender: Herr Uwe Herrmann
E-Mail: roetha.ghm@gmail.com