Ziel dieses Projektes ist die Übersetzung des Buches "The Filthiest Village in Europe. Grassroots Ecology and the Collapse of East Germany" von Andrew Demshuk ins Deutsche.
Demshuks Forschungsergebnisse zeigen wie die industrielle Peripherie um Mölbis und Espenhain in Folge der Misswirtschaft der späten DDR zum Mittelpunkt einer ostdeutschen Umweltbewegung wurde. Durch zahlreiche Abbildungen und Zitate seiner Interviewpartner und aus den Archiven sind seine Ausführungen lebendig und knüpfen unmittelbar an die Erfahrungen der Menschen vor Ort an. Er erzählt die Geschichte anhand zentraler Merkmale der Region (etwa Halde Trages, IGP Espenhain, Tagebaue), so dass die Leser einen vertieften Einblick in die eigene Geschichte erhalten.
Mit einer deutschen Version entsteht die Möglichkeit, die dynamische Verwandlung der Kulturlandschaft um Mölbis und Espenhain als Bestandteil regionaler Identität zu vermitteln. Der Verlag stellt 150 Freiexemplare für das Stiftungsgebiet zur Verfügung. Geplant ist zudem ein Begleitprogramm insbesondere mit Schülerinnen und Schülern der Region.