Stiftung Energiepark Witznitz fördert im zweiten Halbjahr 2026 insgesamt 34 Projekte in ihrem Fördergebiet.
Leipzig/Rötha/Böhlen/Neukieritzsch, der 15. Oktober 2026. Die Stiftung Energiepark Witznitz (SEWI) unterstützt im 2. Halbjahr 2026 insgesamt 34 Projekte in Rötha, Böhlen und Neukieritzsch mit einer Gesamtsumme von rund 167.000 Euro. "Bei den Entscheidungen war uns erneut wichtig, eine möglichst große 'Bandbreite' bei Anzahl und Art der Förderprojekte zu erzielen", sagt Holger Rosenheinrich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: "Es freut mich, dass wir dabei fast allen Antragstellern zumindest eine Teilförderung ihrer Projekte zusagen konnten", so Rosenheinrich weiter.
Eine Kanu-Anlegestelle für Böhlen
Die Stadt Leipzig in Vertretung des "Grünen Ringes Leipzig" - zu dem u. a. auch die Stadt Böhlen gehört - kann dank einer Förderung der SEWI i. H. v. 20.000 Euro eine neue Kanuausstiegsstelle in Böhlen einrichten. Geplant ist hierfür auch die Anlage einer Toilettenanlage auf der bestehenden Deichanlage, Neubepflanzungen sowie die Errichtung von Ausstattungselementen wie Unterstand, Fahrradbügel, Sitzmöglichkeiten in Form von Bänken und Tischen, Abfallbehälter, Infotafeln, Beschilderung sowie eine einfache Kanuschließanlage. Die neue Anlegestelle wird multifunktional nutzbar sein für Wasserwanderer, Radfahrer, Wanderer und Pilger – denn am Standort befinden sich jeweils entsprechende Routen.
"Das dreckigste Dorf Europas"
Der wenig schmeichelhafte Titel als "dreckigstes Dorf Europas" wurde Mölbis, heute ein Stadtteil Röthas, in den 1980er-Jahren zugesprochen. Dem widmet sich die Studie "The Filthiest Village in Europe. Grassroots Ecology and the Collapse of East Germany" des US-amerikanischen Wissenschaftlers Andrew Demshuk. Demshuks Forschungsergebnisse zeigen, wie die industrielle Peripherie um Mölbis und Espenhain in Folge der Misswirtschaft der späten DDR zum Mittelpunkt einer ostdeutschen Umweltbewegung wurde. Durch zahlreiche Abbildungen und Zitate seiner Interviewpartner und aus den Archiven sind seine Ausführungen lebendig und knüpfen unmittelbar an die Erfahrungen der Menschen vor Ort an. Der DOKMitt e. V. will dieses für die Region wichtige Werk nun auf Deutsch auflegen lassen und erhält hierfür eine Förderung von 9.774,45 Euro durch die Stiftung Energiepark Witznitz.
Für die gute Rasenpflege
Gleich mehrere Vereine der Region können sich über eine Förderung der SEWI zur Anschaffung von Gerätschaften für die Rasenpflege freuen. So erhalten der SV Blau-Weiß Deutzen e. V. 6.000,00 Euro für einen neuen Rasenroboter, der Kleingartenverein „Gartenfreunde Neukieritzsch“ e. V. ebenfalls 6.000,00 Euro zum Ankauf eines Rasentraktors und der Pro Regio Gesellschaft zur Förderung nachhaltiger Entwicklungen e. V. 5.000,00 Euro für einen neuen Mulcher.
Eine Übersicht über alle Förderungen 2026 sowie die bisherigen Gesamtförderungen finden Sie hier.